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Ponesch-Urbanek

Bilanzpolizei & Prüfungs- schwerpunkte

Kommentar von Mag. Manuela Ponesch-Urbanek, Steuerberaterin, Wirtschaftsprüferin und Partnerin bei TPA Horwath

Am 1. Juli 2013 trat das Bundesgesetz in Kraft über die Einrichtung eines Prüfverfahrens für die Finanzberichterstattung von Unternehmen, deren Wertpapiere (Eigenkapital- und/oder Schuldtitel) zum Handel an einem geregelten Markt in Österreich zugelassen sind. Dies betrifft somit vor allem börsennotierte Unternehmen, die in der Öffentlichkeit stehen, wie Banken oder Versicherungen. In Österreich sind von diesem neuen Gesetz rund 140 Unternehmen betroffen. Ab Jänner 2014 begann die neu gegründete Prüfstelle OePR mit der Planungsphase der Kontrolle der Konzernabschlüsse und Halbjahresfinanzberichte mit Stichtag 31. 12. 2013.

Im Gegensatz zu einer Jahresabschlussprüfung stehen bei den Enforcement-Prüfungen nur wesentliche und bestimmte Bilanzierungsthemen im Blickpunkt. Tätig wird die Prüfstelle entweder in Form einer „Anlassprüfung“ bei konkreten Indizien für einen Rechnungslegungs-Verstoß oder mit einer „Stichprobenprüfung“ nach dem Prüfplan, der von der FMA erstellt wird. Ein Nachprüfen des gesamten Jahresabschlusses und eine Gesamtaussage über dessen Qualität sind nicht von der Tätigkeit umfasst.

Im Interesse der Öffentlichkeit an einer richtigen Finanzberichterstattung umfasst die Prüfung die letzten festgestellten Jahres-/Konzernabschlüsse einschließlich Lageberichte, die Halbjahresfinanzberichte sowie die sonstigen vorgeschriebenen Informationen gemäß Börsegesetz. Mit den Enforcement-Prüfungen börsennotierter Unternehmen soll das Vertrauen der Anleger gestärkt und eine Qualitätssteigerung in der Bilanzierung erzielt werden. Die Einführung von Enforcement ist somit ein wichtiger Impuls für den österreichischen Kapitalmarkt.

Die von der FMA festgelegten Prüfungsschwerpunkte entsprechen inhaltlich weitgehend denjenigen, die von der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Security and Market Authority) vorgegeben und veröffentlicht wurden. Die Schwerpunkte wurden lediglich um den auf nationalen Regelungen beruhenden Konzernlagebericht ergänzt.

Von der Finanzmarktaufsicht (FMA) wurden folgende Prüfungsschwerpunkte für das Enforcement von kapitalmarktorientierten Unternehmen für das zum 31. Dezember 2013 oder später endende Geschäftsjahr festgelegt und veröffentlicht:


+ Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

+ Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

+ Fair-Value-Bewertung und Offenlegung

+ Angaben zu Bilanzierungsmethoden, Ermessen und Schätzungen

+ Bewertung und Offenlegung von Finanzinstrumenten

+ Konzernlagebericht

Da das Gesetz noch sehr jung ist, gibt es diesbezüglich allerdings noch keine Erfahrungsberichte. Die ersten Prüfungen wurden ab April 2014 vorgenommen und daher kann erst im Herbst dieses Jahres mit ersten Erfahrungen gerechnet werden.

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