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Gregor Drexler

Wie viel Nachhaltigkeit will der Bestandsmieter?

Kommentar von Gregor Drexler, Bereichsleiter Asset Management CA Immo:

Megatrends wirken sich in allen menschlichen Lebensbereichen aus. Sie verändern und durchdringen Zivilisationsformen, Technologie und Wertesysteme und haben eine Halbwertszeit von mindestens 50 Jahren. Ein Megatrend, der uns in der Immobilienbranche seit etlichen Jahren besonders intensiv beschäftigt, ist Nachhaltigkeit. Studien zufolge wird ihr der größte Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit im Immobiliensektor zugesprochen, mit hohem Wachstumspotenzial vor allem im Asset und Property Management. Nachhaltigkeit als zentraler Wachstumsmotor der Branche – Standards werden entwickelt, Zertifizierungen boomen und gehören vor allem beim Neubau mittlerweile zum guten Ton, sollen die Wettbewerbs- und Marktfähigkeit der Immobilie bestätigen und absichern. Wir messen Energieverbräuche und CO2-Footprints, kümmern uns um eine ressourcenschonende und recyclingfähige Errichtung und Bewirtschaftung, stellen ein „menschengerechtes und behagliches“ Umfeld zur Verfügung. Doch wo genau liegen die Bedürfnisse unserer Mieter, wenn es um Nachhaltigkeit geht?


„An welchen Eigenschaften bemessen Sie die Nachhaltigkeit Ihrer Bürofläche/Ihres Bürogebäudes?“ – Diese Frage haben wir im Zuge einer internationalen Umfrage unseren rund 700 Büro-Bestandsmietern gestellt. Das Ergebnis: Ausschlaggebende Nachhaltigkeitsfaktoren sind eine gute, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbare Lage und möglichst geringe Neben- und Energiekosten. Weiters hoch bewertet sind hohe Flächeneffizienz sowie gute Raumatmosphäre für die Mitarbeiter (siehe Grafik). All diese Kriterien waren auch ausschlaggebend für die generelle Anmietentscheidung, wobei hier Lage und Erreichbarkeit mit 89 bzw. 68 Prozent noch höher priorisiert wurden.


Diese Ergebnisse werfen im Wesentlichen zwei Punkte auf. Erstens: Nachhaltigkeit darf für den Mieter keine Mehrkosten verursachen (u. a. verursacht durch eine kostspieligere Bauweise oder ebenso kostspielige Zertifizierungen), sondern muss im Gegensatz dazu die Mietkosten in der Lebenszyklusbetrachtung reduzieren (Energiekosten, Flächeneffizienz). Zweitens müssen wir uns kritisch mit der Frage auseinandersetzen: Wie viel Technik braucht eine Immobilie wirklich? Oder: Wie viel Technik verträgt eine Immobilie, um nachhaltig funktionieren zu können? Dieses Spannungsfeld zwischen Komfort, Technisierung, ressourcenschonender Nutzung und letztendlich auch praktischer (Be-)Nutzbarkeit und Kosten für den Mieter wird eine unserer Kernaufgaben in der Auseinandersetzung mit dem Megatrend Nachhaltigkeit sein.

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